Windows 8: Erste Schwarzkopien aktivierbar - gulli.com
„Schon lange vor dem Release des neuen Windows 8, wurde das fertige Betriebssystem von unbekannten Personen ins Netz gestellt. Nun scheinen scheinen allerdings auch die speziell angefertigten Aktivierungsbarrieren des Softwarekonzerns zu bröckeln. Wie in einschlägigen Foren zu lesen ist, war der Kopierschutz des Produkts zumindest zeitweise durch einen gefälschten Key Management Server überwindbar.
Die Manipulationsmethode stammt allem Anschein nach vom russischen Portal „Wzor“. Dort kam man auf die Idee, für die Aktivierung der geleakten Windows 8 Versionen einen gefälschten Key Management Server (KMS) zu verwenden. Ursprünglich ist diese Software auf legitimen Firmenserver hinterlegt, um dafür zu sorgen, dass Volumenlizenzkunden ihre Kopie freischalten können. Offenbar gelang es den mutmaßlich russischen IT-Experten allerdings, die Architektur dieses KMS nachzuahmen und mit den veröffentlichten Volume-Serial-Keys kompatibel zu machen.
Folglich war es Nutzern, einer der im Graubereich des Internets kursierenden Images möglich, durch bestimmte Kommandozeilen-Befehle und der Adresse des Online-KMS, Windows 8 zumindest für 180 Tage freizuschalten.
Mittlerweile ist die Adresse zum manipulierten KMS allerdings wieder offline. Zwar dürften die bereits aktivieren Schwarzkopien weiterhin benutzbar sein, allerdings ist es zumindest für Laien aktuell nicht mehr möglich, Windows auf diesem Wege auszutricksen. Die sehr frühen Erfolge der Cracker zeigen jedoch, dass Microsofts Sicherheitsmaßnahmen bereits brüchig sind. Es liegt nahe, dass schon bald neue, verlässlichere Methoden zur illegalen Aktivierung im Internet kursieren werden.
Nichtsdestotrotz sollte man gerade als unerfahrene Nutzer, die Finger von den fraglichen Praktiken im Netz lassen, um sich keine Viren oder Trojaner einzuhandeln. Nicht zuletzt handelt es sich bei der Verwendung einer unlizenzierten Windows-Kopie um einen Verstoß gegen das Urheberrecht. Außerdem wird das neue Betriebssystem ohnehin verhältnismäßig günstig für rund 60 Euro vertrieben.“
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